Chameleon ellioti - Blaues Chamäleon

Vom Herbst über den Winter bis hinein in den Frühling betreibe ich in unserem Heizraum eine Terrarienzimmer. In diesem Zimmer werden u.a. meine Testudo horsfieldii- und Testudo hermanni boettergie-Nachzuchten auf den Winterschlaf vorbereitet.
In dem verwendeten Substrat bilden sich immer wieder kleine schwarze Fliegen, die sich zeitweise zu einer richtigen Plage entwickeln.

Ich habe schon vieles ausprobiert, um diesem Ungeziefer Herr zu werden, angefangen mit gelben Klebetafeln über Fliegenfänger bis hin zu Flüssigkeitsfallen. Aber alles führte nur zu Teilerfolgen. Wirklich in Griff bekam ich dieses Viehzeug nicht. Da mir diese Fliegen wirklich lästig waren, habe ich mir überlegt, die Fliegen als Futtertiere für irgendwelche Geckos o.ä. zu nutzen, die ich frei im Zimmer laufen lasse. Da das Zimmer allerdings sehr viele Spalten und Löcher aufweist, in die die Geckos verschwinden und dort verenden  könnten, kam ich auch von dieser Idee wieder ab.
In einem Zoogeschäft sah ich, dass die Inhaber viele ihrer Chamäleons frei umherlaufen ließen. Dort erklärte man mir, dass die Tiere bei ausreichendem Futter, Wasser und Wärmeangebot ihre angestammte Pflanze nicht verlassen.
Die Idee gefiel mir auf Anhieb. Also informierte ich mich ausführlich über die unterschiedlichen Chamäleonarten sowie deren Nahrungs- und Haltungsbedingungen.
 
Als ich die vorhandenen Parameter meines Terrarienzimmers mit den Haltungsbedingungen der Arten verglich,stieß ich auf sogenannte „Bergchamäleons“, hierbei speziell auf Chamaeleo Trioceros Ellioti. Ich versuchte im Internet alle für mich erreichbaren Informationen über diese Art zu finden.
Leider musste ich feststellen, dass die Infos sehr bescheiden und knapp gehalten sind. Eigentlich habe ich zwei unterschiedliche Versionen der Beschreibung gefunden. Alle anderen sind augenscheinlich von einer dieser beiden Versionen abgeschrieben worden.

 
Lt. den mir vorliegenden Informationen handelt es sich bei  Chamaeleo Trioceros Ellioti um eine klein bleibende, lebend gebärende Art, die Bergwiesen und Waldränder in Höhenlagen von 1200 – 1900 Meter in der Umgebung des Viktoriasees in Zentralafrika bewohnt. Die Männchen sollen eine maximal Länge von 166 mm erreichen, die Weibchen maximal 179 mm.
Die Maximaltemperatur sollte 25 Grad Celsius nicht überschreiten. Eine Nachtabsenkung von ca. 10 Grad ist unbedingt erforderlich. Das Terrarium muss gut durchlüftet und zwei Mal täglich übersprüht werden.