Haltung

In meinem Terrarienzimmer habe ich ein Fenster zur Nordseite hin. Ich habe mir gedacht, dass es direkt am Fenster ausreichend hell aber nicht zu warm ist, da keine direkte Sonneneinstrahlung erfolgt. Darum habe ich auf dem Fensterbrett einen Blumenkasten aufgestellt und in diesen einen ca.60 cm hohen Ficus eingepflanzt. Weiterhin habe ich darin ein Stützgitter aus Metall und einen Rosenholzast verankert. Der Raum an sich wird über eine Osram T5 Leuchtstoffröhre beleuchtet. Diese ist täglich ca. 12 Stunden in Betrieb. Über der Pflanze habe ich einen Par38-Strahler installiert.
So kann sich das Chameleon, es heißt übrigens Mrs. Eliot, den für sich günstigsten Temperaturbereich aussuchen. Es hat die Möglichkeit, die weiter außen liegenden Äste aufzusuchen oder sich direkt unter den Strahler zu setzen. Direkt unter dem Strahler herrscht eine Temperatur von ca. 45 Grad. Die Lufttemperatur im Raum beträgt tagsüber ca. 22 - 25 Grad. In den unteren Bereichen ist es etwas kühler. 

Die Temperatur wird über einen Heizkörper gesteuert, den ich nachts abschalte. Dadurch fällt die Temperatur nachts auf  ca. 15 Grad. Zur Luftbefeuchtung und als Trinkmöglichkeit habe ich neben dem Blumenkasten einen Zimmerspringbrunnen aufgestellt.

Am 08.12.2005 war es dann endlich soweit. Ich erhielt von einem Privatmann aus Berlin mein erstes Chamaeleo Trioceros Ellioti. Eigentlich mein erstes Chameleon überhaupt.
Lt. seinen Angaben war es zu dieser Zeit ca. 10 Monate alt. Es wurde als Wildfang aus Uganda importiert. Gemäß den Angaben des Vorbesitzers war das Tier bereits entwurmt und mit einem Männchen verpaart. Der genaue Paarungstermin ist mir allerdings nicht bekannt.
Als es bei uns ankam, war ich leider nicht zu Hause, so dass meine Frau es entgegennahm. Gleich nach der Ankunft zeigte Mrs. Eliot ihr liebenswertes Wesen, so dass es sich direkt ins Herz  meiner Frau geschlichen hat. Beim Öffnen des Transportkartons streckte es meiner Frau seine kleinen Arme entgegen und kletterte bereitwillig auf  die ihr entgegengehaltene Hand.
Es zeigte keinerlei Unsicherheit oder Scheu.
So zog es auf seinem Ficus ein. Es fraß sofort seine ersten, mit der Pinzette gereichten, Fliegen und trank Wasser von der Pipette.  Den Rest des ersten Tages ließen wir es weitest gehend in Ruhe und es erkundete seine Umgebung. Es zeigte sich sehr schnell, dass die geschaffene Umgebung offensichtlich zufriedenstellend war. Mrs. Eliot verließ ihren Blumenkasten nicht.

Dennoch ist es sehr wichtig, beim Betreten des Raumes immer sehr vorsichtig zu sein. Sollte sich das Chamäleon doch einmal auf den Fußboden verirren besteht die Gefahr, daß man es zertritt.