Zucht und Aufzucht

Zucht

Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung wie man Chameleons züchtet. Bei uns ist es am 05.03.2005 einfach so passiert.
Wie mir der Vorbesitzer sagte, war unsere Mrs. Eliot bereits einmal verpaart worden.
In den Tagen vor der Geburt der Jungen fiel mir zwar auf, dass Mrs. Eliot deutlich an Leibesfülle zunahm, aber ich vermutete, dass es ihr einfach gut schmeckte. Eine Woche vor der Geburt fiel mir auf, dass sie nicht mehr so viel fraß wie gewohnt. Hat sie bislang am Tag 6-8 Fliegen gefressen, waren es jetzt nur noch 2. Wasser wurde allerdings viel aufgenommen.   

Am 05.03.2005 gegen 11.00 Uhr kam meine Frau ins Terrarienzimmer, um nochmals nach Mrs. Eliot zu sehen. An diesem Tag fiel auf, dass sie sich zum ersten Mal von ihrem Ficus entfernt hatte. Sie war auf den anderen, im Raum befindlichen Terrarien unterwegs und kletterte auf einer Kunstpflanze, die an der Zimmerdecke hängt, umher. Als meine Frau gegen 12.30 Uhr erneut nach Mrs. Eliot sah, fand sie auf dem Ficus und im Blumenkasten 10 Jungtiere.

Vier der Jungen wurden offensichtlich tot geboren. Die anderen sechs lebten noch. Zwei davon waren allerdings so schwach, dass sie sich nicht alleine fortbewegen konnten.


Aufzucht

Die vier kräftigen Jungtiere wurden in einem Gazeterrarium untergebracht. Im Terrarium befinden sich ein kleiner Ficus Benjamini in einem Blumentopf sowie ein Drosophila-Becher.
Die Minifliegen entweichen nach dem Schlupf direkt in das Terrarium und dienen hier den Jungtieren als Nahrung.

Auffällig bei der Aufzucht der Jungen ist, dass sie offensichtlich sehr durstig sind. Bereits unmittelbar nach der Geburt wurden sie besprüht. Sie tranken eifrig die Wassertropfen von den Blättern der Pflanze. Die Jungen mögen es aber genau so wenig wie ihre Mutter, wenn sie direkt mit Wasser angesprüht werden. Sie versuchen sofort auszuweichen, was teilweise zu Abstürzen führt, da die Jungen in der Eile noch sehr unbeholfen sind.
Die beiden schwachen Jungtiere wurden einzeln in kleinen Plastikschalen untergebracht.

Die Kunststoffschalen wurden mit Küchenpapier und kleinen Zweigen ausgestattet. Ein Deckel ist nicht erforderlich, da diese Jungen noch nicht klettern können. Sie liegen nur in den Schalen und bewegen sich kaum. Hier werden die Jungtier täglich mehrmals mit Regenwasser getränkt und mit Micro-Heimchen gefüttert. Allerdings gestaltet sich dies äußerst mühselig und Zeit raubend.
Ich bin mal gespannt, was draus wird...