Testudo h. boettgerie

In diesem Bereich wird es keine umfassende Haltungsbeschreibung geben, da es mittlerweile sehr gute Homepages zu diesem Thema gibt.
O.k, es gibt auch sehr viel Schrott im Internet. Die Spreu vom Weizen zu trennen, fällt dem Anfänger oft nicht leicht.
Aus meiner Sicht ist es hier unnötig, zu versuchen, „das Rad neu zu erfinden“.
Ich finde es immer wieder informativ und interessant, die HP von Gerhard Eger (www.villa-testudo.de ) aufzurufen. Zu diesen Ausführungen habe ich im Großen und Ganzen nicht viel hinzuzufügen.
Ich möchte hier, dem interessierten Leser, lediglich meine persönlichen Erfahrungen mit der Haltung von griechischen Landschildkröten näher bringen.

Geschichte
Im Jahre 1995 erhielt ich von einem befreundeten Schildkrötenzüchter meine ersten Testudo hermanni boettgerie. Es waren Nachzuchten aus jenem Jahr. Die Kleinen waren ca. 3 Monate alt und zwischen 20 und 30 Gramm schwer.
Ich hatte mir mehrere Jungtiere von unterschiedlichen Muttertieren ausgesucht, um später einmal eine blutsfremde Zuchtgruppe bilden zu können. Da man mir damals sagte, dass man bei so kleinen Schildkröten das Geschlecht noch nicht bestimmen kann, habe ich mir Tiere in unterschiedlicher Form, Farbe und Größe herausgesucht, in der Hoffnung, beiderlei Geschlechter ausgewählt zu haben.

Nach zwei Jahren des langen Wartens zeigte sich die bittere Wahrheit. Ich hatte bei der Auswahl das Glück, dass es sich fast nur um männliche Tiere handelte. So war ich gezwungen, mich von einigen zu trennen, in dem ich sie eintauschte und verkaufte.
Inzwischen ist es mir gelungen, noch Weibchen zu bekommen, mit deren Hilfe ich nun eine gut funktionierende Zuchtgruppe aufbauen konnte. Zwei der Männchen von damals habe ich behalten, da sie sehr gut miteinander harmonieren. Sie teilen sich die Weibchen untereinander auf, ohne böse Revierkämpfe auszuführen.

Einmal habe ich versucht, ein deutlich größeres Männchen in die Gruppe zu integrieren. Das neue Tier wurde von den Stammhaltern sofort angegriffen und mit Rammstößen und Bissen attackiert, so dass es die Flucht ergriff.
Lediglich bei einem anderen, kleinen Männchen ist mir die Eingliederung gelungen. Ich hatte das Tier leihweise erhalten, um die Befruchtungsrate der abgelegten Eier zu erhöhen.
Meine beiden Männchen waren bereits 2000 so weit geschlechtsreif, dass ich im Jahre 2001 meine ersten Nachzuchten verzeichnen konnte. Die Befruchtungsrate der Eier war zwar nicht so gut, aber ich war trotzdem stolz auf meine ersten eigenen Nachzuchten.

Inzwischen ist die Befruchtungsrate etwas besser, aber richtig super ist auch noch anders. Im letzten Jahr lag sie bei etwa 2/3.
Ich führe die niedrige Befruchtungsrate zum einen auf das Alter und die Größe der Männchen zurück, zum anderen darauf, dass es bislang in meiner Gruppe immer wieder zu Veränderungen aufgrund von Zu- und Abgängen kam.

Ich habe den Eindruck, dass dadurch immer wieder Unruhe im Gehege entsteht, welche sich auch auf die Befruchtungsrate auswirkt.