Die Aufzucht

Aufzucht von Jungtieren

Jungtiere werden bei mir unter den gleichen Grundvoraussetzungen gehalten wie die Alttiere. Nur das Platzangebot ist natürlich bei den Alttieren deutlich größer. Nach dem Schlupf werden die Jungtiere, nachdem sich ihr Bauchnabel geschlossen hat, in mein „Jugendfrühbeet“ umgesetzt.


Badetag bei den kleinen Vierzehenschildkröten

Das Jugendfrühbeet ist prinzipiell gleich ausgestattet, wie das Gehege der Alttiere.Der Bodengrund besteht aus Naturboden gemischt mit Kokosfaser und Sand. Diese Mischung habe ich mit verschiedenen Materialien abgedeckt. Zum Teil sieht man den nackten Boden. An einer Stelle habe ich größere runde Kieselsteine eingebracht. Hier trocknet der Boden schnell ab und erwärmt sich gut. Die Größe des Kieses habe ich so gewählt, dass er bei der Nahrungsaufnahme nicht versehentlich verschluckt werden kann.Zur Bepflanzung habe ich mehrere Grasbüschel eingesetzt. Diese werden bei Bedarf zurück geschnitten, allerdings nie alle gleichzeitig. Dadurch ist immer genug Schattenplatz vorhanden. Weiter habe ich Rinden- und Holzstücke ausgelegt und umgedrehte Keramikblumenschalen mit Einschlupfloch aufgestellt.

 

Die Jungtiere lieben es, sich zu verkriechen.
Das Frühbeet wurde von mir bislang ohne zusätzliche Heizung betrieben. Dieses Jahr werde ich einen Par38-Strahler einbauen, um das Frühbeet an Schlecht-Wetter-Tagen zu beheizen.Der Strahler wird über einen Thermotimer gesteuert, so dass die Temperatur tagsüber nicht unter 25 Grad fällt.Unter den Strahler kommt eine leicht schräg gestellte Steinplatte. Im Bereich der Steinplatte darf die Temperatur zwischen 30 und 40 Grad liegen.Die Steinplatte unter den Strahlern stelle ich immer leicht schräg, da es schon zu tödlichen Unfällen gekommen ist, wenn Schildkröten unter dem Strahler auf den Rücken gefallen sind. Durch die Schrägstellung rutschen die Jungtiere unter dem Spot des Strahlers heraus und haben so eine bessere Überlebenschance.

Hier ein Beispiel, wie sehr es die Kleinen lieben, zu klettern. Aus diesem Grund muss das Gehege immer ausbruchsicher gestaltet sein.

So sieht mein Schlüpflingsterra aus. Hier verbringen die frisch geschlüpften Tiere ihre ersten Lebenstage, bis sie
Jungtiergehege umgesetzt werden.
Bei den Kleinen ist es besonders wichtig, auf eine ausreichende Calziumversorgung zu
achten. Aus diesem Grund lege ich auch im Jugendfrühbeet Sepiaschalen aus.Die Fütterung und Wasserversorgung der Jungtiere erfolgt wie bei den erwachsenen Tieren.Zur besseren Kontrolle des Wachstums werden meine Jungtiere in regelmäßigen Abständen (monatlich) gewogen. Hierbei kann recht zuverlässig festgestellt werden, ob alles in Ordnung ist.Meine Jungtiere machen ab dem 1. Winter eine Winterstarre. Die Zeitspanne ist zwar auf die Zeit von Januar bis Ende März verkürzt, sonst gehe ich bei der Vorbereitung und Verfahrensweise vor wie bei den erwachsenen Tieren.In der Zeit von September bis zum Beginn des Winterschlafs halte ich meine Jungtiere in oben offenen Kunststoffbehältern im Haus.

Als Bodengrund verwende ich aufgeweichte Kokosblocks vermischt mit Sand und Gartenerde.Die Einrichtung ist gleich wie beim Jugendfrühbeet. Allerdings habe ich über der Box einen Par38 Strahler angebracht. Einen UV-Strahler benutze ich nicht, da ich der Meinung bin, dass dies während der kurzen Zeit im Haus nicht erforderlich ist. Bei längerer Unterbringung im Haus ist eine zusätzliche UV-Versorgung notwendig. Eine täglich halbstündige Bestrahlung mittels Ultra-Vitalux wäre dafür ausreichend.

Hier noch ein Bild meines neuen Jungtiergeheges. Der Innenausbau ist momentan noch in Arbeit. Wenn er fertiggestellt ist, werde ich hier auch ein Bild zeigen.