Futter

So saß es Tag für Tag im Fenster und tat eifrig das, wofür ich es eigentlich gekauft hatte. Es schoß die kleinen Fliegen aus der Luft. Dieser Aufgabe kam es so eifrig nach, dass nach kürzester Zeit keine dieser kleinen Plagen mehr vorhanden war. Seither bin ich gezwungen zuzufüttern.

Am liebsten fängt Mrs.Eliot Fliegen. Ich kaufe mir im Zoogeschäft einen Portion Pinkymaden und lasse diese sich verpuppen. Wenn dann die Fliegen schlüpfen, bestäube ich einen Teil der Fliegen mit einem Calziumpräperat. Die so behandelten Fliegen verfüttere ich direkt mit der Pinzette. Den zweiten Teil der Fliegen lasse ich in meinem Terrarienzimmer frei.
 
Da es die Fliegen bekanntlich immer zum Licht hinzieht, sind sie für Mrs. Eliot eine leichte Beute. Sie wartet bereits auf ihrem Ficus am Fenster und schießt die Fliegen dann aus der Luft, wenn sie am Fenster entlang schwirren.
Wenn es mal keine Fliegen gibt, dann halte ich immer noch Mehlwürmer vorrätig. Auch diese werden, am besten frisch gehäutet, sehr gerne gefressen. Ich habe auch schon versucht Heimchen zu füttern. Diese werden nicht so gerne angenommen.     
Als weiteres Futter biete ich Fliegenmaden und Spinnen an. Diese werden ebenfalls, in passender Größe, sehr gerne gefressen.  
Täglich übersprühe ich den Ficus mit lauwarmem Regenwasser.

Wird das Chameleon direkt angesprüht, versucht es, sich unter einem Blatt zu verstecken. Offensichtlich liebt es das nicht so. Die einzige Ausnahme besteht dann, wenn es sehr durstig ist, dann hängt es sich mit dem Kopf nach unten an den Ficusstamm und lässt das Wasser über seinen Körper zum Maul laufen. Hier nimmt es die Tropfen gierig auf. Normalerweise reiche ich ihr das Wasser über eine Pipette oder sie trinkt nach dem Sprühen Wassertropfen von den Blättern der Pflanze.