Fazit

Bei der Erstellung dieser Homepage habe ich mir auch Gedanken gemacht, welche meiner Tiere mir die Liebsten geworden sind.
Zunächst konnte ich mich nicht wirklich entscheiden, da jede Tierart etwas ganz besonderes und für sich einzigartiges, unvergleichbares ist.


Dennoch habe ich mich letztendlich für die Vierzehenschildkröten entschieden.
Obwohl die Steppenschildkröten in vielen Berichten als hässliche, alles umgrabende Art beschrieben wird, die dauernd auf der Flucht zu sein scheint, sind es doch äußerst interessante und faszinierende Tiere, denen bislang in der Schildkrötenhaltung zu wenig Beachtung geschenkt wird.
Diesen negativen Vorurteilen möchte ich widersprechen. Denn meiner Meinung nach sind es vor allem zwei Dinge, an denen allein die Menschen die Schuld tragen und die diesen Schildkrötenart in Verruf bringen:

Peter auf Patrouille


1. Vorurteil: Steppenschildkröten sind krankheitsanfällig

 

Es gibt immer noch eine Vielzahl von illegalen billig importierten Schildkröten. Diese Tiere gelangen unter unvorstellbaren Transport- und Haltungsbedingungen zum Besitzer.
Die Tiere sind durch unzureichende Platzbedingungen und die mangelhafte Versorgung so geschwächt, dass sie allen möglichen Krankheitserregern einen idealen Nährboden bieten.


Russen klettern sehr gerne
Die Tiere werden z.T. in Säcken transportiert, in denen sie durcheinander liegen und sich tagelang nicht bewegen können. Durch diesen engen, direkten Kontakt mit Blut, Kot und Urin wird z.B. das Herpesvirus von einem Tier auf das andere übertragen. Dasselbe gilt natürlich auch für eine Vielzahl von Innenparasiten, die in wildlebenden Tieren immer vorhanden sind und diesem kaum schaden. Erst unter diesen entsetzlichen Bedingungen werden die Parasiten durch Massenvermehrung zu einem schädigenden Problem für das Wirtstier, dessen Immunsystem geschwächt ist.


Bei unseren Tieren konnten wir bislang keine besondere Anfälligkeit für Krankheiten feststellen.

2. Vorurteil: Steppenschildkröten wühlen und graben alles um
Die neuen Besitzer sind sich wahrscheinlich oftmals nicht im Klaren darüber, dass T.horsfieldii ein Tier ist, das im Heimatbiotop unter extremen Bedingungen zurecht kommen muss. Extreme Kälte im Winter und sengende Hitze im Sommer zwingen die Tiere dazu, sich tiefe Gänge zu graben um ihr Überleben zu sichern. Diese Anpassung an einen extremen Lebensraum bereitet in hiesigen, gemäßigten Gefilden natürlich Probleme, wenn man die besonderen Bedürfnisse der Tiere nicht berücksichtigt.
Bei unseren Tieren hat die Grabtätigkeit deutlich nachgelassen, seit sie in einem gut strukturiertem Gehege mit Schutzhaus gehalten werden.